Warum ’nett sein‘ dir schaden könnte

Warum ’nett sein‘ dir schaden könnte

Annie ist eine beliebte, junge Frau. Die Leute fühlen sich in ihrer Nähe wohl. Sie hat für jeden ein offenes Ohr und nimmt sich Zeit für die Probleme ihrer Freunde.

So viel Zeit, dass sie sich selbst vergisst. Sie will zu jedem nett sein. Denn jeder hat es verdient, gut behandelt zu werden.
Jeder, außer sie selbst.

Annie merkt nicht, was mit ihr geschieht, wenn sie Leuten gegenübertritt. Oft sagt sie den Leuten ja, während ihr Inneres sich zusammenzieht und sie eigentlich nur wegrennen will.

Es ist wie ein Zwang. Sie unterdrückt ihre Emotionen und richtet sich nach den anderen Personen. Sie will es allen recht machen, außer sich selbst.

‚Nett sein‘ kann dir schaden

Geht es dir auch manchmal so wie Annie? Du opferst dich auf und merkst es nicht? Dann solltest du damit aufhören.
Denn du tust dir nicht gut damit.

Aber ist es nicht egoistisch immer nur an sich zu denken?
Sollte man den anderen nicht helfen?
Es ist wichtig deine Mitmenschen respektvoll behandeln und sie unterstützen – aber ohne deine ganze Energie zu verpulvern.

Denn genau das geschieht, wenn du immer nur für die anderen da bist. Dein Bewusstsein ist nach außen gerichtet. Wenn du es allen recht machen willst, wirst du leergesaugt. Du schenkst fremden Problemen deine Aufmerksamkeit und Zeit, bis dir selbst nichts mehr übrig bleibt.

Nett aber unglücklch – welche Emotionen versteckst du?

Immer nett zu sein bedeutet ein Kostüm zu tragen. Eine Hülle, die alle deine negativen Emotionen unterbindet.
Wenn du so auftrittst, wirst du positiv aufgenommen. Du hast auf den ersten Blick scheinbar keine Probleme mit deinen Mitmenschen. Denn sie wissen, dass du immer freundlich reagierst.

Doch so zu tun, als ob die Sonne scheint, während in deinem Herzen ein Orkan wütet, ist Selbstverleugnung. Du belügst dich, wenn du mit einem strahlenden Lächeln durch die Welt rennst, während du innerlich blutest.

 

Warum nett sein dir schaden könnte2

Es kostet so viel Kraft diese Fassade aufrecht zu erhalten und alles Unangenehme wegzuschieben. Deine Sorgen verschwinden nicht, wenn du sie hinter einem schönen Schleier versteckst.

Die Emotionen stauen sich so lange auf, bis es zur Explosion kommt. Die Lava, die aus dem Vulkan fließt, hat viele Namen: Burn-Out, Depression, Essstörungen…

Ist dein ‚ultra-nettes Ich‘ echt?

Die Menschen kennen dich als eine Person, die für alles Verständnis hat. Doch bist du das wirklich? Sind deine Worte authentisch? Schweigst du, um des lieben Frieden willens?

Traust dich überhaupt anderer Meinung zu sein oder fürchtest du dich vor Konflikten und versuchst aus allen Kräften die friedliche Stimmung zu wahren? Wie viele Leute kennen dich ganz?

Wenn du es deiner Umgebung Recht machen willst, versuchst du mit allen Mitteln die dunklen Seiten deiner Persönlichkeit zu maskieren.

Du bist nicht du selbst und diese Farce kannst du nicht ewig aufrecht erhalten. Deine physische und seelische Gesundheit leidet unter der ewigen Maskerade.

Du kannst es nie allen Recht machen

Nicht jeder wird dein bester Freund werden, egal wie stark du dich darum bemühst. Es bringt nichts sich für andere zu verstellen.

Niemand wird dir dafür danken, wenn du all deine Energie dafür verwendest, der Liebling der Massen zu werden.

Dein eigenes Wohl hat höchste Priorität.
Sorge dich um dein Leben und höre auf die Wünsche deines Herzens.
Sei für andere da ohne dich komplett selbst aufzugeben.

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Bilder: Unsplash

Versteckst du dich hinter Masken?

Versteckst du dich hinter Masken?

100 Menschen mit 1000 Masken. Jeder von ihnen trägt sie in seinem Gepäck und versteckt sich nicht nur hinter einer Maskierung.

Auf Arbeit trägt er die strenge, produktive Maske. Er will als seriös und strebsam wahrgenommen werden. Das ist förderlich für seine Karriere.
Alle anderen Aspekte seines Charakters blendet er in dieser Zeit aus. Seine Kollegen sehen einen schwarz-weißen Karrieretyp mit perfekt gebügelten Anzügen. Dabei kennen sie nur einen Bruchteil.

Überall nur Illusion und Täuschung

Sie wissen nicht, dass er in seinem Sportverein die Masken wechselt. Dort schaltet er auf aktiv und dynamisch um. Dies lässt ihn in den Augen seiner Mitspieler sehr gut dastehen. Sein Team sieht auf dem Spielfeld einen ehrgeizigen, motivierten Kämpfer.

Seine Freunde sehen eine dritte Maske. Sie kennen ihn als einen guten Gesprächspartner und Party-Clown. Er hat früh gemerkt, dass er so gut punkten kann.
Er hat noch mehr Masken in seinem Repertoire. Manchmal setzt er mehrere gleichzeitig auf. Er tut alles, um sich ins beste Licht zu rücken.

Wenn er nach Hause kommt und die Masquerade beendet, fühlt er sich erschöpft. Er sinkt kraftlos vor den Spiegel und fragt sich, wer er wirklich ist.
Die Masken geben ihm Sicherheit. Er tritt mit diesem Make-Up souverän auf, nackt könnte er niemals aus dem Haus gehen.
So wie er ist, kann er sich nicht der Welt präsentieren. Denn er könnte sein Gesicht verlieren. Was für ein Paradox – denn sein wahres Gesicht hat er noch niemandem gezeigt.

Wer seid ihr wirklich?

Da draußen begegnen mir viele Menschen, die ihr unverfälschtes Ich hinter Masken verstecken. Meist bemerken sie es gar nicht, denn die Maskerade ist ein Teil ihres Alltags.

Ihre Verkleidung ist eine Rüstung, ohne die sie sich nicht auf die Straße wagen. Denn ohne diesen Schutz sind sie verletzlich. Sie fürchten ihre Echtheit könnte die Menschen abschrecken und splitten ihre Persönlichkeit auf.

 

Versteckst du dich hinter Masken 2

Sie präsentieren ihre Schokoladenseite auf einem goldenen Tablett und kehren ihre dunklen Seiten unter den Teppich. Die Außenwelt bekommt nur das zu sehen, was sie bereit sind zu zeigen.

Jede Verkleidung ist der Versuch, besser, schöner, großartiger und bedeutungsvoller zu wirken. Getriggert durch die Angst, dass unserer wahres ICH ausgestoßen und verachtet werden könnte.

Versteckst du dich hinter Masken?

Frage deine Freunde, ob sie echt sind. Stehen hinter dem was sie tun oder sagen? Spiegelt es ihr wahres Wesen wieder oder setzen sie Masken auf?

Die meisten werden behaupten, authentisch zu sein.
Doch wen lügen sie an? Wie oft zeigst du dein wahres ICH? Und warum versteckst du es so häufig?

In einer Welt voller Fassaden und Attrappen ist es eine Kunst authentisch zu sein.
Denn du zeigst dich völlig hüllenlos. Schutzlos. Angreifbar.
Aber es lohnt sich. Natürlich kannst du verletzt werden aber du schadest dir vielmehr, wenn du immer nur dein Schein-Selbst zeigst.

Denn dann mögen die Leute nur die Maske, die du gerade trägst. Sie freunden sich mit einer Pseudo-Persönlichkeit an.
Sie verlieben sich in ein Trugbild. Willst du diese Masken dein ganzes Leben lang tragen? Irgendwann geht dir die Kraft aus, irgendwann bröckelt die Fassade.

Die Wahrheit lässt sich nicht ewig verschleiern. Spare dir diese Kraft für etwas anderes auf. Lass alle Kostüme und Schleier hinter dir. Du hast es nicht nötig dich zu verstecken.

Johnny Depp sagte einst: »Meine Freunde halten mich für einen Irren. Aber das bin ich nicht. Ich bin nur so, wie sie wären, wenn sie nicht so viel Angst hätten.«

Sei du selbst – verrückt und wunderbar.
Auf diese Weise kommst dem Leben, das für dich vorgesehen war, immer näher. Die richtigen Leute werden deine Authentizität lieben. Und nur darauf kommt es an.

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Bilder: Unsplash & Splitshire

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Exymetrie 1. Prelude
Folge dem Pfad, der für dich bestimmt ist